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EinDollarBrille: Neue Perspektiven für 150 Millionen Menschen

EinDollarBrille_MartinAufmuth_05.JPGFreudestrahlend setzt Salomy aus Malawi ihre neue Brille auf: „Ich sehe plötzlich alles ganz scharf!“, sagt sie. Schon vor langer Zeit hat ihr ein Arzt gesagt, sie solle sich eine Brille kaufen. Ihre Eltern konnten sich die umgerechnet 30 Euro für eine Brille vom Optiker jedoch nicht leisten. Deshalb hat Salomy in der Schule immer von ihrer Sitznachbarin abgeschrieben. „Ich bin so froh, dass ich jetzt selber lesen kann, was an der Tafel steht. Ich möchte einmal Jura studieren und da muss ich gute Noten haben.“

Fehlsichtigkeit hat Folgen – ein Leben lang
So schafft die EinDollarBrille neue Zukunftsperspektiven – nicht nur für Salomy, sondern für Menschen jeden Alters und in unterschiedlichen Lebensverhältnissen. Rund 150 Millionen Menschen auf der Welt leiden laut einer WHO-Studie unter einer behebbaren Fehlsichtigkeit, können sich aber keine herkömmliche Brille leisten und haben meist auch keinen Zugang zu Optikern. Die Folgen dauern oft genug ein Leben lang an: Kinder können dem Unterricht nicht folgen, Erwachsene keine qualifizierte oder auch gar keine Arbeit ausüben. Der geschätzte Einkommensverlust, der daraus resultiert, beträgt rund 120 Mrd. US-Dollar pro Jahr – in etwa das Volumen der jährlichen weltweiten Entwicklungshilfe.

Martin Aufmuth, Gründer und Vorstand der Organisation EinDollarBrille e.V., hat eine durchdachte und praktikable Lösung für dieses Problem entwickelt: Die EinDollarBrille! Sie besteht aus einem extrem leichten, flexiblen und stabilen Federstahlrahmen und wird auf einer einfachen Biegemaschine vor Ort hergestellt. Die Materialkosten für eine Brille betragen rund einen US-Dollar; der Verkaufspreis liegt bei zwei bis drei lokalen Tageslöhnen. So können sich auch sehr arme Menschen die Brille leisten. Aus dem Verkaufserlös der Brillen werden die Gehälter im Land bezahlt und Material für neue Brillen nachgekauft – ein nachhaltiges und langfristig auf finanzielle Unabhängigkeit angelegtes Geschäftsmodell.

Ziel: augenoptische Grundversorgung in Entwicklungsländern
Darüber hinaus werden in den Projektländern lokale Fachkräfte in Herstellung und Vertrieb der EinDollarBrillen sowie in einfacher Refraktion trainiert und es entstehen neue Arbeitsplätze. So schafft die EinDollarBrille vielfältige neue Zukunftsperspektiven für bedürftige Menschen jeden Alters! Derzeit ist die Organisation EinDollarBrille e.V. in Afrika (Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Malawi) und Lateinamerika (Bolivien, Brasilien, Mexiko) aktiv, weitere Ländern sollen folgen. Das Ziel: eine weltweite Versorgung mit hochwertigen und dabei bezahlbaren, robusten und individuell angepassten Brillen – und eine finanziell unabhängige augenoptische Grundversorgung der Bevölkerung in Entwicklungsländern.

„Die Organisation EinDollarBrille engagiert sich dafür, die Lebensverhältnisse von Menschen in Entwicklungsländern nachhaltig zu verbessern, und setzt dabei gleichzeitig auf den Feldern Gesundheit, Ausbildung und wirtschaftliche Entwicklung an“, erläutert Aufmuth. „Gerade bei fehlsichtigen Kindern, die noch zur Schule gehen und deren Eltern sich eine normale Brille nicht leisten können, kann die EinDollarBrille Zukunftsperspektiven entscheidend verbessern.“

Gleichzeitig wolle die Organisation einen Beitrag dazu leisten, Fluchtursachen wie wirtschaftliche Perspektivlosigkeit zu bekämpfen: „Dafür haben wir nicht nur ein Ausbildungskonzept für die Herstellung und den Verkauf unserer EinDollarBrillen sowie für EinDollarBrille-Optiker entwickelt, sondern beschäftigen inzwischen zunehmend mehr Menschen in den Projektländern - die wiederum häufig eine ganze Familie ernähren. Dieses Engagement wollen wir in den nächsten Jahren auf breiterer Basis fortsetzen; dafür freuen wir uns über weitere aktive Mitstreiter, Partner und Förderer.“

Falls auch Sie die Initiative EinDollarBrille untertsützen wollen, finden Sie im folgenden die Daten des Spendenkontos und den Pressekontakt.

Spendenkonto:
Sparkasse Erlangen
IBAN: DE56 7635 0000 0060 0444 15
Weitere Informationen: www.eindollarbrille.de

Pressekontakt:
EinDollarBrille e.V.
Böhmlach 22
91058 Erlangen
E-Mail: presse@onedollarglasses.org
Claudia Wittwer (Pressesprecherin)
Mobil: +49 171 3136 192
Claudia.Wittwer@onedollarglasses.org)

Bilder dieser Seite ©Martin Aufmuth & Wolgang Cüppers/EinDollarBrille e.V.


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